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German-language contributions to current debates on digital media use and sexuality issues / Deutschsprachige Beiträge zu aktuellen Debatten über digitale Medien und sexuelle Fragen

Sexuelle Bildung im Digitalen Raum

Wer sexuelle Fragen hat, sucht heute meist als Erstes im Internet. Denn dort lassen sich schnell und diskret vielfältige Antworten finden – auch zu heiklen und schambehafteten Themen. Aber ist diesen Antworten zu trauen? Können sich speziell Kinder und Jugendliche im digitalen Informationsangebot orientieren? Oder beziehen sie ihre sexuellen Informationen am Ende vor allem aus zweifelhafter Online-Pornografie? Derartige Fragen werden seit der Popularisierung des Internet in den 1990er-Jahren diskutiert. Mit der Verbreitung von Smartphones sind sie in jüngerer Zeit noch vordringlicher geworden. Vor diesem Hintergrund hat die UNESCO in Zusammenarbeit mit UNFPA EECARO, der International Planned Parenthood Federation (IPFF) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das internationale Symposium „Switched On“ zur sexuellen Bildung im digitalen Raum einberufen: Vom 19. bis 21. Februar 2020 trafen sich rund 150 eingeladene Fachleute aus aller Welt in Istanbul, um sich über den Status quo und die zukünftige Entwicklung digitaler Sexualaufklärung auszutauschen (https://en.unesco.org/events/switched-sexuality-education-digital-space). Der Konferenzbericht vermittelt den Diskussionsstand in der Fachcommunity und präsentiert zahlreiche praktische Beispiele der digitalen sexuellen Bildung.

Döring, N. (2020). „Switched On“: UNESCO-Konferenz 2020 zur sexuellen Bildung im digitalen Raum. Zeitschrift für Sexualforschung, 33(03), 178-180. Link Open Access. Fulltext PDF.

Gesundheit und Krankheit in Sozialen Medien

In Sozialen Medien sind scheinbar alle immer fit, gesund und gutgelaunt. Der Tag beginnt laut YouTube, lnstagram und Co. am besten gleich mit einem effektiven Workout in angesagter Sportswear gefolgt von Proteinshake und grünem Smoothie. Heerscharen von lnfluencer*innen machen es vor. Aber machen die Jugendlichen es nach? Und wo bleiben in Sozialen Netzwerken die körperlichen Makel, Schwächen, Unsicherheiten, Krankheiten und Behinderungen?
Döring, N. (2020). Alles so schön fit und gesund hier. Gesundheit und Krankheit in Sozialen Netzwerken. Schüler – Wissen für Lehrer, 2020, 24-27. Fulltext PDF.





Zeitschrift für Sexualforschung: Schwerpunktheft zur PrEP

Das Heft 4/2019 der Zeitschrift für Sexualforschung ist ein von Nicola Döring herausgegebenes Schwerpunktheft zur Anti-HIV-Pille. Bei der „Anti-HIV-Pille“ (Fachbegriff: orale HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe, kurz HIV-PrEP oder PrEP) handelt es sich um ein Medikament für HIV-negative Menschen, die ein erhöhtes HIV-Transmissionsrisiko haben. Wenn sie die PrEP gemäß vorgesehenem Schema einnehmen, können sie sich – auch bei kondomlosem Sex mit einer virämisch HIV-positiven Person – so gut wie nicht infizieren. Der HIV-Schutz durch PrEP ist dabei deutlich höher als der HIV-Schutz durch Kondom. Dafür schützt die PrEP nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen und verhütet auch keine Schwangerschaften.

Döring, N. (Hrsg.). (2019). Die neue „Anti-HIV-Pille“ (orale HIV-PrEP) und ihre Folgen [Schwerpunktheft]. Zeitschrift für Sexualforschung, 32(04). Link.

Döring, N. (2019). Medikamentöser HIV-Schutz mittels PrEP: Aktueller Diskussions- und Forschungsstand. Zeitschrift für Sexualforschung, 32(04), 189–197. https://doi.org/10.1055/a-1023-6196. Fulltext PDF.

Döring, N., Walter, R., & Knutzen, K. (2019). Mediendarstellungen der HIV-PrEP: Inhaltsanalytische Befunde zu Presse, Web und Sozialen Medien. Zeitschrift für Sexualforschung, 32(04), 207–218. https://doi.org/10.1055/a-1027-2806. Fulltext PDF.

Döring, N. (2019). Perspektive eines ehemaligen PrEP-Nutzers auf die PrEP: Erfahrungen des Aktivisten Steve Spencer zusammengefasst von Nicola Döring. Zeitschrift für Sexualforschung, 32(04), 229–230. https://doi.org/10.1055/a-1070-6681. Fulltext PDF.

Digitale Sexualaufklärung: Neue Herausforderungen für die Sexualpädagogik

Digitale Sexualaufklärung: Neue Herausforderungen für die Sexualpädagogik
Wenn wir Kinder und Jugendliche beim sexuellen Erwachsenwerden pädagogisch begleiten, dann geht es um zweierlei: Wir wollen sie als besonders verletzliche und beeinflussbare junge Menschen vor sexuellen Gefahren, Fehleinschätzungen und Risikoverhalten schützen. Und wir wollen sie gleichzeitig – jeweils altersgerecht – zu selbstbestimmtem und verantwortungsbewusstem sexuellen Handeln befähigen. Dabei spielt digitale Sexualaufklärung eine immer wichtigere Rolle. Das wird nicht zuletzt auch während der COVID-19-Pandemie deutlich, während der im Frühjahr 2020 die meisten sexualpädagogischen Offline-Maßnahmen pausieren, der Bedarf nach Sexueller Bildung aber weiterhin besteht.
Döring, N. (2020). Digitale Sexualaufklärung: Neue Herausforderungen für die Sexualpädagogik. ajs informationen 56(2020-1), 10-16. Link. Fulltext PDF.

Sexualbezogene Online-Fortbildung: Sechsteilige Praxisreihe

In einer Serie von sechs Open-Access-Praxisbeiträgen der Zeitschrift für Sexualforschung (Thieme) werden sexualbezogene Online-Ressourcen vorgestellt, die für Fachkräfte in den Bereichen Sexualberatung und Sexualtherapie, Sexualpädagogik und sexuelle Bildung sowie Sexualforschung von Bedeutung sind. Nach einem Einführungsbeitrag geht es um Webvideos und um Webinare, um Podcasts und um Weblogs sowie um Twitter. Die Beiträge präsentieren und kommentieren jeweils ausgewählte Online-Quellen, die ein breites Themenspektrum abdecken und von Fachleuten zur informellen Fortbildung genutzt werden können.

1. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Eine Einführung
Döring, N. (2018). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Eine Einführung. Zeitschrift für Sexualforschung, 31(01), 97–100. https://doi.org/10.1055/s-0044-101531. Fulltext PDF.
2. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Webvideos
Döring, N. (2018). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Webvideos. Zeitschrift für Sexualforschung, 31(02), 175–185. https://doi.org/10.1055/a-0609-2207. Fulltext PDF.
3. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Webinare und andere E-Learning-Kurse
Döring, N. (2018). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Webinare und andere E-Learning-Kurse. Zeitschrift für Sexualforschung, 31(03), 295–304. https://doi.org/10.1055/a-0664-4924. Fulltext PDF.
4. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Podcasts
Döring, N. (2018). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Podcasts. Zeitschrift für Sexualforschung, 31(04), 385–395. https://doi.org/10.1055/a-0760-6702. Fulltext PDF.
5. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Weblogs
Döring, N. (2019). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Weblogs. Zeitschrift für Sexualforschung, 32(02), 100-106. https://doi.org/10.1055/a-0892-0583. Fulltext PDF.
6. Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Twitter
Döring, N. (in Vorbereitung 2021). Sexualbezogene Online-Fortbildung für Fachkräfte: Twitter. Zeitschrift für Sexualforschung, 33(01).

Sexualaufklärung in Sozialen Medien

Sexualität in der Pflege. Zwischen Tabu, Grenzüberschreitung und Lebenslust
Für Jugendliche in Deutschland sind digitale Medien längst zur beliebtesten Quelle der Sexualaufklärung geworden. Doch auf welche Angebote und auf welche Anbieter digitaler Sexualaufklärung stoßen sie, wenn sie sich in Sozialen Medien bewegen und wenn sie zielgerichtet nach sexualbezogenen Fragen googeln? Welche Qualität hat digitale Sexualaufklärung? Welche Wirkungen zeigt sie? Der Beitrag beschreibt den aktuellen Entwicklungs- und Forschungsstand und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Forschung und Praxis.
Döring, N. (2019). Sexualaufklärung in digitalen Medien: Der aktuelle Entwicklungs- und Forschungsstand. Forum Sexualaufklärung und Familienplanung, 2019(01), 12-15. Fulltext PDF. Link.

Sexualität in der Pflege. Zwischen Tabu, Grenzüberschreitung und Lebenslust

Sexualität in der Pflege. Zwischen Tabu, Grenzüberschreitung und Lebenslust
Pflege zielt darauf ab, Menschen mit Pflegebedarf zu betreuen, Krankheiten zu lindern und Gesundheit zu fördern. Das umfasst die ganzheitliche Sorge um das Wohlbefinden und schließt somit – zumindest theoretisch – auch das sexuelle Wohlbefinden als wichtigen Gesundheitsfaktor und Beitrag zur Lebensqualität ein. Doch wie sieht die Praxis aus? In diesem Beitrag werden der aktuelle Forschungs- und Entwicklungsstand zum Umgang mit Sexualität in der Pflege beschrieben und Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet.

Döring, N. (2020). Sexualität in der Pflege: Zwischen Tabu, Grenzüberschreitung und Lebenslust. In Bundeszentrale für politische Bildung & APuZ – Aus Politik und Zeitgeschichte (Hrsg.), Pflege. Praxis – Geschichte – Politik (S. 266–278). Bonn: bpb. Link.

Döring, N. (2019). Sexualität in der Pflege: Zwischen Tabu, Grenzüberschreitung und Lebenslust. APuZ – Aus Politik und Zeitgeschichte, 69(33-34), 24-30. Fulltext PDF. Link.

Nur Schminken, Posen, Ritzen? Social Media Content von Mädchen

Nur Schminken, Posen, Ritzen?
Was Mädchen in Sozialen Medien veröffentlichen, gilt meist als oberflächlich und belanglos, wenn nicht gefährlich und selbstschädigend: Schminken und Shoppen, Posen und Strippen, Hungern und Ritzen – das scheinen die Top-Themen zu sein. Der Beitrag plädiert dafür, die Social-Media-Produktion von Mädchen differenzierter und ressourcenorientierter zu betrachten sowie ihre digitale Partizipation und Emanzipation besser zu fördern.

Döring, N. (2019). Zwischen Kreativität und Mobbing. Mädchen als Akteurinnen in Sozialen Netzwerken. Magazin Schüler – Wissen für Lehrer, 2019, 102-105. Fulltext PDF.

Döring, N. (2019). Nur Schminken, Posen, Ritzen? Social Media Content von Mädchen. merz – medien + erziehung, zeitschrift für medienpädagogik, 63(3), 70-77. Fulltext PDF. Link zur Literaturliste.

Döring, N. (2019). Social Media im Gender-Check. impu!se für Gesundheitsförderung, 103, 16-17. Fulltext PDF. Link.

 

“Du bist mein großes Vorbild!” Rollenmodelle in Sozialen Medien

Rollenmodelle in Sozialen Medien
Jugendliche finden ihre Idole heute oft in Sozialen Medien. So schön, stark, schlau und selbstsicher, beliebt, begütert und bewundert wie ein Social-Media-Star möchten sie sein. Wie unterscheiden sich die neuen Social-Media-Stars von herkömmlichen Medienstars? Und inwiefern handelt es sich bei ihnen um positive oder negative Vorbilder für Heranwachsende?
Döring, N. (2018). “Du bist mein großes Vorbild!” Rollenmodelle in Sozialen Medien. Computer + Unterricht, (112 | 2018), 18-20. Fulltext PDF.

Zum Gesundheitszustand des #HomoDigitalis

Homo Digitalis
Deutschland ist vom Homo Digitalis besiedelt: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist heutzutage digital vernetzt. Es sind Dutzende von kürzeren wie längeren Online-Aktivitäten, die vom Aufstehen bis zum Schlafengehen unseren Tagesablauf begleiten, strukturieren, unterbrechen. Wir sind »always on«, ständig erreichbar. Was bedeutet das für unser körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden – für unsere Gesundheit?
Döring, N. (2017). Zum Gesundheitszustand des #HomoDigitalis. impu!se, 95, 02-03. Fulltext PDF.

Flibanserin: Die neue Lustpille für die Frau

Flibanserin: Was ist von der neuen Lustpille für die Frau zu halten? Eine Einführung
Seit Oktober 2015 gibt es sie auf dem US-Markt: Die erste und bislang einzige „Lustpille für die Frau“ – Produktnahme Addyi (Sprout Pharmaceuticals / Valeant Pharmaceuticals; www.addyi.com) mit dem Wirkstoff Flibanserin. Die auch als „Viagra für Frauen“ vermarktete Pille ist zwar in Deutschland (bislang) nicht offiziell zugelassen, wird aber über das Internet auch hierzulande gesucht und bestellt. Wie wirksam ist Flibanserin? Und wie ist ganz generell die pharmakologische Behandlung von sexueller Lustlosigkeit bei Frauen einzuschätzen: als Fortschritt in Richtung Geschlechtergleichberechtigung oder als Rückschritt in biologistisch verkürzte Sexualitätsvorstellungen?
Döring, N. (2016). Flibanserin: Was ist von der neuen Lustpille für die Frau zu halten? Eine Einführung. Zeitschrift für Sexualforschung, 29(02), 156-157. https://doi.org/10.1055/s-0042-107999. Fulltext PDF.

Gendersensible Förderung von Medienkompetenz

Doering (2016) - Gendersensible Förderung von Medienkompetenz: Was ist zu zun?
Medienwelten und Mediengebrauch sind weder geschlechtsneutral noch geschlechtergerecht. Es gilt daher, Kinder und Jugendliche aller Geschlechter darin zu unterstützen, möglichst gleichberechtigt mit Medien umzugehen und Geschlechterstereotype zu überwinden.
Döring, N. (2016). Gendersensible Förderung von Medienkompetenz: Was ist zu tun? ajs informationen 52(2016-1), 22-28. Fulltext PDF.

Smartphones, Sex, and Social Media: Growing up in the Digital Era

Doering (2015) - Smartphones, Sex und Social Media: Erwachsenwerden im Digitalzeitalter
Der Artikel beschreibt, wie Jugendliche in Deutschland mit Smartphone, Apps und Social-Media-Plattformen umgehen und inwiefern dies Chancen und Risiken bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben mit sich bringt.
Döring, N. (2015). Smartphones, Sex und Social Media: Erwachsenwerden im Digitalzeitalter. TelevIZIon 28/2015/1, 12-19. Fulltext PDF.

Live-Video-Streaming among Youth: Facts over Fiction

Live-Video-Streaming among Youth: Facts over Fiction
Die Live-Streaming-Plattform YouNow sorgte Anfang 2015 in Deutschland für Aufregung: Minderjähre ließen sich hier völlig unbedarft in ihren Kinderzimmern von Fremden beobachten und setzten sich dadurch großen Gefahren aus. So der Tenor der Medienberichterstattung. Grund genug, die YouNow-Nutzung einmal genauer zu untersuchen und Schlussfolgerungen für die medienpädagogische Praxis abzuleiten.
Döring, N. (2015). Gefährliche Videoübertragung aus dem Kinderzimmer? YouNow im Faktencheck. merz – medien + erziehung, zeitschrift für medienpädagogik, 59(3), 51-58. Fulltext PDF.

Gender in YouTube culture

Gender in YouTube culture
Die klassischen Massenmedien sind nach wie vor männlich dominiert und verbreiten oft Geschlechterstereotype. Wie schneidet die junge, partizipative Video-Plattform YouTube im Vergleich ab? Wie kann sie genutzt werden, um Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentitäten besser zu unterstützen?
Döring, N. (2015). Die YouTube-Kultur im Gender-Check. merz – medien + erziehung, zeitschrift für medienpädagogik, 59(1), 17-24. Fulltext PDF.

Are selfies an expression of narcissm?

Are selfies an expression of narcissm?
Die große Mehrzahl der Jugendlichen besitzt heute ein eigenes Smartphone und nutzt das Gerät vom Aufstehen bis zum Schlafengehen dutzende Male im Tagesverlauf. Auf kein anderes Kommunikations- und Informationsmedium wird so häufig und in so vielen verschiedenen Situationen zurückgegriffen. Der Beitrag kennzeichnet zunächst das Smartphone als einen multifunktionalen Alltagsbegleiter von Jugendlichen. Er konzentriert sich dann auf einen bestimmten Aspekt der Handy- und Smartphonenutzung, nämlich die Contentproduktion, v.a. das ständige Produzieren und Verbreiten digitaler Fotos, bei denen es sich oft um Selbstporträts (sogenannte Selfies) handelt. Ist der Selfie-Boom Ausdruck einer “Narzissmusepidemie” in der jungen Generation?
Döring, N. (2014). Smartphones und jugendliche Kommunikationskultur. Von Selfies, Sexting, Sport-Apps & Co. In Aktion Jugendschutz (ajs) Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg (Hrsg.). Schriftenreihe Medienkompetenz: Zehn Jahre Web 2.0, (S. 20-31). Stuttgart: ajs. Fulltext PDF.

Adolescent sexting: Why it is (not) a problem

Warum Sexting unter Jugendlichen (k)ein Problem ist
Jugendliche schicken sich freizügige Handy-Schnappschüsse (sog. Sexting). Eltern und Pädagogen sind alarmiert. Man müsse die leichtfertigen Jugendlichen – vor allem die Mädchen – auf die Gefahren ihres „sexualisierten Fehlverhaltens“ hinweisen, wird vielerorts propagiert. Dabei machen verliebte Teenager, die sich heiße Fotos senden, meist überhaupt nichts falsch.
Döring, N. (2014, 29. Juli). Warum Sexting unter Jugendlichen (k)ein Problem ist. Gastbeitrag auf medienbewusst.de. Link.

Socialization of girls and beauty videos on YouTube

Socialization of girls and beauty videos on YouTube
Mädchen geben auf YouTube Schmiktipps. Ihre Clips haben höhere Zuschauerzahlen als viele Kinofilme. Was ist von diesem Trend zu halten?
Döring, N. (2014). Schöne neue Mädchenwelt. Psychologie heute, 05-2014, 8-9. Weinheim: Beltz. Fulltext PDF.

Commercialization of YouTube

Commercialization of YouTube
Als Social-Media-Plattform erlaubt YouTube das Publizieren und Kommentieren selbstproduzierter Videos. Doch einfache Amateur-Clips haben es inzwischen schwer. Zunehmend mehr YouTuberinnen und YouTuber nutzen Webvideos gezielt zum Geldverdienen.
Döring, N. (2014). Professionalisierung und Kommerzialisierung auf YouTube. merz – medien + erziehung, zeitschrift für medienpädagogik, 4(1), 24-31. Fulltext PDF.

Psychological implications of internet use

Psychological implications of internet use
Während die Apologeten digitaler Medien hoffnungsfrohe Szenarien entwerfen, prognostizieren Skeptiker kulturpessimistische Schreckensbilder. „Meiden Sie die digitalen Medien. Sie machen tatsächlich dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich“, warnt uns beispielsweise der Psychiater und Gehirnforscher Manfred Spitzer in seinem viel diskutierten Buch „Digitale Demenz“. Hat er Recht? Nicola Döring fasst den aktuellen Forschungsstand zu psychologischen Risiken und Chancen der Internetnutzung zusammen. Es zeigt sich, dass Personen-, Situations- und Umweltfaktoren maßgeblich darüber entscheiden, wie das Internet genutzt wird und ob daraus eher positive oder negative Effekte resultieren. Oft zeigt sich der sogenannte Matthäus-Effekt („Wer hat, dem wird gegeben“), demgemäß sich soziale Ungleichheiten durch Internetnutzung vergrößern. Das Internet kann aber auch kompensatorisch wirken und Benachteiligungen ausgleichen. Maßnahmen der Medienregulierung und Medienkompetenzbildung zielen darauf ab, Risiken zu reduzieren und konstruktive Nutzungsweisen digitaler Medien zu fördern.
Döring, N. (2014). Psychische Folgen der Internetnutzung. Psychologische Risiken und Chancen der Internetnutzung. Der Bürger im Staat, 4-2014, 261-267. Stuttgart: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Fulltext PDF.

Adolescent love in the age of the internet

Adolescent love in the age of the internet
Eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben im Jugendalter ist die Gestaltung der ersten Liebesbeziehungen inklusive erster sexueller Erfahrungen (Havighurst 1948; Hurrelmann 2007). Dabei spielen Internet und Handy heute eine bedeutsame Rolle. Reine “Offline-Beziehungen”, in denen ausschließlich oder überwiegend face to face kommuniziert wird, existieren praktisch nicht mehr. Doch auch pure “Online-Beziehungen”, bei denen sich die Beteiligten in einem Chat-Room oder Mehrpersonen-Online-Spiel verlieben und virtuell ein Paar werden, ohne sich jemals “live” gesehen zu haben, sind untypische Sonderfälle.
Döring, N. (2013). Flirt 2.0. Liebesbeziehungen von Jugendlichen im Internet- und Handy-Zeitalter. deutsche Jugend – Zeitschrift für die Jugendarbeit, 11-2013, 463-472. Weinheim: Beltz. Fulltext PDF.

Constantly connected: Youth and their Smartphones

Constantly connected: Youth and their Smartphones
Die heute 12- bis 19-Jährigen stehen mit ihren Freunden und Bekannten fortlaufend per Facebook, Skype, SMS oder WhatsApp in Verbindung. Sie suchen im Netz nach Informationen, schauen sich lustige Videos an, veröffentlichen eigene Fotos und Musikstücke und erkunden Online-Spiele. Das alles ist mit einer Reihe von Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Soziale Probleme können sich durch ungünstige Mediennutzung verstärken.
Döring, N. (2013). Ständig in Verbindung. Aufwachsen im Internet- und Handy-Zeitalter. Schüler. Wissen für Lehrer, 2013, 74-75. Seelze: Friedrich. Fulltext PDF.

Darstellungen von Feminität: Sexy oder sexistisch?

Darstellungen von Feminität: Sexy oder sexistisch
Die Norm, dass Frauen sich „hübsch machen“ sollen, um Männern zu gefallen, ist weit verbreitet. Frauen, die sich nicht daran halten, werden als hässlich abgewertet. Frauen, die sich daran halten, werden zwar öfter für ihr Aussehen gelobt, gleichzeitig weniger ernst genommen und etwa als “Modepüppchen” und “Tussis” belächelt. Die Fachliteratur benennt und kritisiert diese widersprüchlichen und sexistischen Normierungen als „partriarchale Feminität“. Doch welche Alternativen gibt es? „Queere Feminitäten“ bieten Gegenentwürfe und drehen sich um Weiblichkeitsinszenierungen, die nicht am männlichen Blick ausgerichtet sind und nicht auf Objektifizierung und Unterdrückung hinauslaufen, sondern Selbstbestimmung, Empowerment, Lust und die Subjektposition betonen. Auch queere Feminität kann dabei klassische Codes von Weiblichkeit wie Lippenstift, Rock oder Handtasche beinhalten. Der Beitrag diskutiert den Umgang mit patriarchalen und queeren Feminitäten im Alltag und in Mediendarstellungen anhand aktueller Buchpublikationen.

Döring, N. (2013). Darstellungen von Feminität: sexy oder sexistisch? Zeitschrift für Sexualforschung, 26(1), 53-57. doi:10.1055/s-0033-1335073. Fulltext PDF.


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